Mein Fenster zur Welt

Viele von uns sitzen momentan das erste Mal für längere Zeit im Home Office. Was am Anfang der Ausgangsbeschränkung noch aufregend und neu war, ist mittlerweile Gewohnheit und Alltag. Und es ist anstrengend!
Schnell verliert man sich in den verschiedenen Chat-Kanälen, antwortet noch kurz auf diese beiden Emails, legt kaum auf, wählt sich schon wieder in die nächste Videokonferenz ein, Mittagessen nebenher.

Arbeiten im Home Office verlangt Disziplin und Selbststeuerung.

Ich bin kein Freund von minutengenau getakteten Abläufen; so einem sehr strukturierten Tagesablauf zu folgen fällt mir schwer. Aber es hilft, sich ein paar Sachen vorzunehmen, um nicht völlig durchzudrehen. Zum Beispiel:

Essen und Arbeiten trennen
Wer auch immer die Idee vom Multitasking in die Welt gesetzt hat: Das gibt es nicht. Menschen können nicht zwei Dinge gleichzeitig machen. Neurowissenschaftler haben bewiesen, dass unser Gehirn in solchen Situationen einfach nur schnell umschaltet.
Also, was machst Du: Essen oder arbeiten? Entscheide Dich für eine Sache.

Kopf und Körper lüften
Indem ich meinen Ort verändere (weg vom Schreibtisch), verändere ich auch meinen Blick auf das Geschehen. Das passiert nicht, solange ich in der Situation festklemme, egal ob das im Büro oder in einer „echten“ Besprechung ist.
Mit Deinem Körper kommt immer auch Dein Gehirn in Bewegung und wird anderen Eindrücken ausgesetzt. Dann hat es Luft und kann weiterdenken, und das macht es dann tatsächlich ganz automatisch.

Ein Motto für den Tag haben
Manche meiner To-Do-Listen werden absurd lang. Ich stelle fest, ich kann gar nicht alles an einem oder zwei Tagen erledigen. Das ist frustrierend. Ich bin deshalb dazu übergegangen, den Tagen ein Motto zu geben.
Du kannst Dir also morgens vornehmen, Dich heute auf eine bestimmte Sache zu fokussieren. Nächster Tag, nächste Sache. Lässt einen abends zufriedener ins Bett gehen.

12

07. Mai 2020, Kategorie: