Die Sache mit der Uhr

Meine letzte Armbanduhr hatte ich mit 14. Damals habe ich beschlossen, dass ich von nun an keine mehr brauchen würde. Warum, weiß ich selber nicht mehr so genau. Es war mir wohl irgendwie lästig geworden, das Ding am Handgelenk. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob meine Uhr wirklich cool genug ist im Vergleich zu den Uhren der anderen aus meiner Klasse. (Sie war es glaube ich nicht.) Jedenfalls: Seit ich 14 bin keine Uhr mehr. Seitdem sind mehr als 30 Jahre vergangen.

Zwischenzeitlich habe ich ein Smartphone, das sich jedesmal entsperrt, wenn ich es angucke, um darauf einfach nur die Uhrzeit abzulesen, und das mache ich häufig am Tag. Es braucht dann wieder eine extra Handbewegung, um es zu sperren, andernfalls macht es komische Sachen, das Telefon. Ganz abgesehen davon erinnert es mich an irgendwelchen anderen Kram, an den ich nicht erinnert werden will. Und da dachte ich dann neulich: So eine Armbanduhr, das wär schon was.

Aber: Ich bin ja auch ein ziemlicher Verlier-A-Lot, deshalb vielleicht erstmal klein anfangen. Ich habe dann eine hellblaue Plastikuhr im Museumsshop gefunden, 30 Euro. Die Meinungen der anderen dazu sind sehr unterschiedlich, und diesmal ist es mir total egal. – Bestes Tool ever! Brauche kein Telefon um die Uhrzeit zu wissen. Herrlich!

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12. März 2020, Kategorie: